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Was ist Thermalwasser?

15. February 2018 | Text: Melanie Lipic
Woher es kommt, was in ihm steckt und warum das Plantschen im Thermalwasser uns so gut tut. Eine Schwimmrunde durch spannende Daten und Fakten.
Thermen sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon die Römer nutzten Mineral- und Thermalquellen sowie Dampf zur Erholung und zu therapeutischen Zwecken. Und wie! Eine Zählung ergab, dass es um 400 nach Christus allein in Rom elf öffentliche Thermen, dazu über 850 Privatbäder gab. In der römischen Kaiserzeit erreichte der Thermen-Hype in der ewigen Stadt seinen Höhepunkt. Denn zu Prestigezwecken ließen die Herrscher immer größere und luxuriösere öffentliche Thermenanlagen bauen.

Wellness im alten Rom

Die „Kaiserthermen“ waren richtige Wellness-Paläste für’s Volk: Prächtige Säulen, bunte Marmorböden, stuckverzierte Decken, Brunnen und Wandmalereien sorgten für das perfekte Ambiente. In Schwimmbecken, Dampfbädern und Sportanlagen im Freien tummelten sich römische Bürger aller Alters- und Gesellschaftsklassen. In Bibliotheken und Imbissen kam das geistige und leibliche Wohl nicht zu kurz. Angebotene Dienstleistungen wie etwa Massagen, Maniküre und Schönheitspflege zeigen, dass die Thermen schon damals Erholungs- und Gesundheitspflege-Hotspots waren und nicht nur der Körperreinigung dienten.

Thermalquellen

Wurden in Rom vulkanische Thermalquellen genutzt, wird Thermalwasser heute mit modernstem Gerät aus natürlichen Quellen aus Tiefen von mehr als 1.000 Metern gefördert. Gut zu wissen: Nur Quellwasser, das mit 20 Grad oder mehr aus der Erde sprudelt, darf sich Thermalwasser nennen. Manche Quellen werden dann künstlich weiter auf Wohlfühltemperatur erwärmt, andere – wie etwa die 70 Grad heiße Quelle in Lavey in der Schweiz – müssen auf 34 bis 36 Grad gekühlt werden. 

Thermalwasser & Sole

Thermalwasser unterscheidet sich von herkömmlichem Quellwasser durch seine Inhaltsstoffe. Meist enthält das Quellwasser aus der Tiefe viele Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Sulfate, Jod oder Kohlendioxid oder den nach faulen Eier müffelnden Schwefelwasserstoff. Dieses angereicherte Heilwasser ist bei genügend hohen Konzentrationen gesundheitsfördernd und hilft bei diversen Erkrankungen. Das ist medizinisch bewiesen. Kohlensäure steigert etwa die Durchblutung, Schwefelbäder lindern Hautprobleme oder Rheuma. Sulfatwasser tut vor allem den Organen im Oberbauch und den Harnwegen gut. Ist der Salzgehalt im Thermalwasser sehr hoch, spricht man von Sole. In hoher Konzentration hilft Sole unter anderem bei Hautproblemen wie etwa Neurodermitis.

Fit im Wasser

Die heutigen Thermen sind weitläufige Wellness-Landschaften, die mit Erlebnis-Qualität punkten. Man kann gegen Strömungen schwimmen, im Whirlpool relaxen, spektakuläre Rutschen und sogar Bäche hinuntersausen. Im Thermalwasser verschwimmen Training, Erholung und Spaß. Denn wer sich im Wasser bewegt, trainiert Muskeln und Kreislauf ohne die Gelenke zu belasten – ein großer Vorteil bei Übergewicht oder Osteoporose. Ein weiteres Plus: Das Plantschen im warmen Thermalwasser wirkt nicht nur entspannend auf den Körper, sondern auch auf den Geist. 

Was bewirkt Thermalwasser - Kuren im Thermalbad

Auf mehrwöchigen Kuren wird das Heilwasser zu therapeutischen Zwecken genutzt. Bei Bädern, Trinkkuren oder Heilwasser-Inhalation kann das mineralstoffhaltige Wasser seine volle Wirkung entfalten und je nach Schwerpunkt Beschwerden rund um den Bewegungsapparat, Durchblutungsstörungen sowie Haut-, Herz- und Kreislauferkrankungen lindern. Interessant: Auch solche Badekuren gab es schon in der Römischen Antike – mit recht modernen Parallelen. So spottete der römische Dichter Martial über Kurschatten und untreue Ehefrauen. Sein Schriftsteller-Kollege Seneca beschwerte sich über Lärm.
Foto Credits:
Frau mit Wasser: subbotina/123rf.com
Römisches Bad: Anthony Brown/123rf.com
Wassertropfen: lim_atos/123rf.com
Frau mit weißem Bikini: rido/123rf.com
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Über den Autor
Melanie Lipic
Melanie hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Wellness. Für Thermencheck.com zieht sie ihre Schwimmrunden durch die Thermalwasser-Welt und bloggt am liebsten über (ent)spannende Facts und alles, was den Thermenbesuch schöner macht. Sie selbst kann im Whirlpool, bei Massagen und auf der Yogamatte am besten abtauchen und die Seele baumeln lassen.
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