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Das Dampfbad - sanfte Entspannung für Genießer

AKTUALISIERT AM: 25. Februar 2019 | Text: Johannes Wouk
Herrliche Entspannung umhüllt von warmen Nebelschwaden. Der Duft von Kräutern in der Nase. Die Atemwege und Hautporen öffnen, die Muskeln entspannen sich. Ein Besuch im Dampfbad ist die Krönung jedes Wellness-Urlaubs und ein echter Genuss für Körper und Geist.

Welche Temperatur hat ein Dampfbad?

Im Dampfbad herrschen eher gemäßigte Temperaturen. Hier liegt auch der große Unterschied zur klassischen oder finnischen Sauna. In der Regel hat es in einem Dampfbad „nur“ 40 bis 55 Grad Celsius, während sich eine „echte“ Sauna auf um die 100 Grad aufheizt. Der Clou am Dampfbad ist allerdings die nahezu an 100 % grenzende Luftfeuchtigkeit. Diese entsteht durch das „Aufgießen“, das Verdampfen von Wasser auf heißen Steinen.

Wie wirkt ein Dampfbad und warum ist es gesund?

Der Wasserdampf im Dampfbad legt sich auf deine Haut und unterbindet damit das Schwitzen. Da sich dein Körper nicht mehr durch seinen Schweiß kühlen kann, heizt er sich auf. Durch das „Anwedeln“ wird dieser Effekt noch gesteigert. Der heiße Wasserdampf öffnet die Poren der Haut und sorgt gleichzeitig für eine bessere Durchblutung, während er auch den Stoffwechsel ankurbelt.

Dazu wirkt das Dampfbad - und vor allem das Sole-Dampfbad mit Salzwasser - sehr befreiend auf die Atemwege, da die Schleimhäute gut befeuchtet werden. Durch den Zusatz von Kräutern (etwa Eukalyptus) kann dieser Effekt noch verstärkt werden. Im Dampfbad entspannen sich aber auch deine Muskeln. So kannst du direkt nach dem Sport deine geschundenen Glieder wieder aufpäppeln und auch dem Muskelkater vorbeugen.
Salzstein Tipedarium
Sanft & wohltuend ohne feuchte Schwüle: Das (Salzstein) Tepidarium

Was ist gesünder - Dampfbad oder Sauna?

Das kommt natürlich ganz auf den Wellnesstyp und auch ein wenig auf deine Wellnesserfahrung an:
  • Das Dampfbad eignet sich zum Beispiel besser für Anfänger, deren Körper erst langsam an die wesentlich höheren Temperaturen in der finnischen Sauna herangeführt wird.
  • Gleiches gilt für Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden. Solche sind im Dampfbad sicher besser aufgehoben als in der Hitze der klassischen Sauna. Dennoch sollte man mit solchen Beschwerden vor dem Besuch von Sauna oder Dampfbad lieber seinen Arzt konsultieren und sich von ihm Schwitzerlaubnis holen.
  • Personen mit Atemwegserkrankungen empfinden das Dampfbad meist als wohltuender als die Sauna. Das liegt natürlich an der höheren Luftfeuchtigkeit, die sich besonders positiv auf solche Erkrankungen auswirkt. Ideal für die Behandlung dieser Art von Beschwerden sind zum Beispiel sogenannte „Sole-Dampfbäder“ in denen Salzwasser verdampft wird.
  • Wenn du es gerne warm und weniger gerne heiß hast, dann werden dir die 40 bis 50 Grad Celsius im Dampfbad sicher eher zusagen als die 80 bis maximal sogar 130 Grad in den anderen Saunen.
  • Wer gerne viel schwitzt, der sollte bei der klassischen Sauna bleiben, die Schweißentwicklung ist im Dampfbad eher schwächer ausgeprägt.
  • Ganz generell ist die Wirkung des Dampfbades auf den Körper schonender als jene der klassischen Sauna.

Wie lange ins Dampfbad?

Grundsätzlich sollte man sich zwischen 15 und 20 Minuten in einem Dampfbad aufhalten. Allerdings sollte man das Dampfbad auch sofort verlassen, wenn man sich unwohl oder schwindelig fühlt!

Wie oft ins Dampfbad?

Diese Dampfbad-Gänge sollte man dreimal wiederholen und dazwischen immer etwa 30 Minuten Ruhepausen einhalten. Hör jedenfalls auf deinen Körper und variiere die Wiederholungen nach deinem Wohlempfinden!
Ruhebereich mit Liegen
Zwischen den Dampfbad-Gängen nicht aufs Rasten vergessen!

Was sollte man nach dem Dampfbad machen?

Auf jeden Fall DUSCHEN! Generell sollte man vor und nach jedem Durchgang unter die Dusche. Das Dampfbad eignet sich aber auch gut als „Einstieg“ in den Saunatag und als Vorbereitung auf die finnische Sauna. Der Körper gewöhnt sich so langsam an die steigenden Temperaturen. Also bist du nach dem Dampfbad fit für die klassische Sauna.

Welches Dampfbad bei Erkältung oder Schnupfen?

Bei einer beginnenden Erkältung kann ein Dampfbad, vor allem wenn es ein Kräuterdampfbad mit Eukalyptus ist, wahre Wunder wirken. Auch bei leichten Halsschmerzen kann die warme, feuchte Luft helfen und die Immunabwehr stärken. Ganz generell kann sich ein Dampfbadbesuch durch seine entspannende Wirkung sehr positiv auf den Körper und das Immunsystem auswirken.

Mehr Infos gefällig? Wir haben uns mit Dr. Neumann unterhalten und den Faktencheck zum Thema Sauna bei Erkältung gemacht!

Wann sollte man nicht ins Dampfbad?

Solltest du unter einer chronischen oder akuten Erkrankung leiden, verzichtest du besser auf das Dampfbad bzw. auch auf jeglichen Saunagang. Genauso, wenn du die Sauna nicht oft besuchst und damit eine Erkältung bekämpfen willst. Das könnte nach hinten losgehen. Auf gar keinen Fall solltest du ins Dampfbad oder in die Sauna, wenn du bereits Fieber hast.

Welche Dampfbäder gibt es?

Die wichtigsten Dampfbadarten im Überblick:
  • Das Caladarium: Dieses „römische Dampfbad“ wirkt besonders wohltuend auf Menschen mit Atemwegserkrankungen. Im Caladarium öffnen sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit von fast 100 % aber auch die Poren der Haut sehr gut.
  • Das Tepidarium: Wer die feuchte Schwüle des Caladariums nicht verträgt, der ist im Tepidarium besser aufgehoben. Ein Wärmeraum, dessen Temperatur knapp über der Körpertemperatur bei rund 38 bis 40 °C liegt.
  • Das Tylarium: Kombiniert die traditionelle, finnische Sauna und ein mildes Dampfbad.
  • Das Soledampfbad: Salzwasser wird verdampft und so weht praktisch heiße, feuchte Meeresluft durchs Dampfbad was vor allem gut für die Haut und die Atemwege ist.
  • Das Kräuterdampfbad: Je nach verwendeten Kräutern können vielfältige Wirkungen einsetzen. 
  • Das Lichtdampfbad: Wird oft mit dem Kräuterdampfbad kombiniert und stellt eine Art der Lichttherapie dar.
  • Der Hamam: Das „türkische Dampfbad“ mit mehreren Räumen, die sich durch Temperaturunterschiede voneinander abgrenzen.
  • Das Banja: Die russische Version des Dampfbades. Man schlägt sich mit Birkenzweigen ab, um die Blutzirkulation zusätzlich anzuregen und gönnt sich auch mal einen Bieraufguss.
  • Das irische Dampfbad: Hier gibt es im Unterschied zu den anderen Dampfbädern durch Frischluftzufuhr keine Nebelbildung.
  • Sento, das japanische Dampfbad: dabei handelt es sich eher um eine Art Badehaus mit unterschiedlich temperierten Becken, eines davon sehr heiß.
  • Das Temazcal: Dieses mexikanische Dampfbad ist in unseren Breiten nur selten anzutreffen genau wie
  • die Inipi, die nordamerikanische Schwitzhütte.

    Neben den Dampfbädern haben wir uns von Thermencheck.com auch mit den verschiedenen Sauna Arten und deren Wirkung auseinander gesetzt und viel wissenswertes für euch recherchiert!
Credits:
Titelbild: 123rf.com/profile_timofeev
Relaxliegen: 123rf.com/profile_bialasiewicz
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Über den Autor
Johannes Wouk
Johannes Ist ein echter Thermen-Newcomer und geht für thermencheck.com auf Erkundungstour in der großen, weiten Wellness-Welt. Wenn er nicht gerade im Thermalwasser plantscht, entspannt sich Johannes bei einer ausgedehnten Mountainbike-Tour oder einem guten Essen mit einem noch besseren Glas Wein. www.wouk.at
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