Newsletter anmelden/registrieren bewerten
//

AUF DEN SPUREN DES WASSERS IM ROGNER BAD BLUMAU

AKTUALISIERT AM: 04. August 2026 | Text: Thomas Golavcnik
Das Rogner Bad Blumau kenne ich eigentlich schon – dachte ich zumindest. Doch bei einer Anlage, die sich über Hügel, Wiesen, Wasserwelten und unzählige verschlungene Wege zieht, reicht ein einziger Besuch offenbar nicht aus. Diesmal folge ich deshalb einem ganz bestimmten roten, oder besser gesagt blauen, Faden: dem Wasser.

ANKUNFT – Kunstvoll begrüßt durch die Wassergöttin

Noch bevor ich das Rogner Bad Blumau betrete, sehe ich bereits den ersten Hinweis auf das, was mich erwartet: Wasser. Direkt beim Besucherparkplatz steht nämlich die Wassergöttin von André Heller. Die riesige Pflanzenskulptur wurde als Geschenk für Friedensreich Hundertwasser geschaffen, wiegt rund fünf Tonnen und lässt Wasser aus ihrem Mund fließen. Eine deutlich spektakulärere Begrüßung als das übliche „Herzlich willkommen“-Schild. 

Von dort führt der Weg durch das weitläufige Gelände Richtung Eingang. Vorbei an Natur, Bäumen, Steinen und bunten Formen merke ich bereits jetzt, wie ich den Alltag mit jedem Schritt etwas mehr hinter mir lasse.
Für mich ist Wasser eine Art Zuflucht, ein Refugium, in das ich mich immer flüchten kann.
Friedensreich Hundertwasser
Bereits nach den ersten Minuten im Rogner Bad Blumau verstehe ich ziemlich gut, was der Künstler damit gemeint hat.

ARCHITEKTUR – ALS WÄRE DAS WASSER DURCH DIE HÄUSER GEFLOSSEN

Im Inneren angekommen, setzt sich das Thema Wasser nahtlos fort. Nicht nur in den Becken, sondern auch in der Architektur. Wände verlaufen in Wellen, Böden sind nicht überall eben, Fenster tanzen aus der Reihe und die Wege schlängeln sich durch die Gebäude.
Paradiese muss man dort schaffen, wo noch keine sind.
Friedensreich Hundertwasser, 1997
Ein Gedanke, der im Rogner Bad Blumau auf besondere Weise spürbar wird. Denn hier entstand ein Ort, der nicht nur zum Übernachten und Entspannen einlädt, sondern eine eigene Welt eröffnet – voller Farben, Formen und unerwarteter Wege. Das Wort „Geradeaus“ existiert hier einfach nicht. Dafür entdecke ich hinter jeder Kurve eine neue Farbe, eine goldene Kuppel, eine ungewöhnliche Säule oder einen Platz, an dem ich vorher garantiert noch nicht war.

Genau das macht den Aufenthalt hier so spannend: Man wohnt und badet nicht einfach in einem Hotel, sondern bewegt sich durch das größte bewohnbare Gesamtkunstwerk der Welt.

WASSERWELTEN – VON ANGENEHM WARM BIS FAST SCHWERELOS

Nach dem Einchecken im Zimmer lande ich dann doch dort, wo ich eigentlich hinwill: im Wasser. Im Rogner Bad Blumau stehen drei heilkräftige Thermalquellen und insgesamt 14 unterschiedliche Innen- und Außenbecken zur Verfügung. Die Temperaturen reichen von erfrischenden 21 bis zu wohlig warmen 37 Grad. 

Mein persönliches Highlight bleibt die Vulkania®. Ihr Heilwasser kommt aus mehr als 3.000 Metern Tiefe und besitzt einen natürlichen Salzgehalt von 17,6 Gramm pro Liter. Dadurch trägt mich das Wasser spürbar stärker und ich schwebe beinahe durch das Becken. Einfach mal treiben lassen, herrlich.

Schon gewusst?

In Bad Blumau steht eine europaweit einzigartige Anlage: Hier werden aus einer Bohrung innovativ Strom, Wärme und natürliches CO2 aus dem Erdmantel gewonnen. Das 104°C heiße Wasser der Vulkania® Heilquelle wird zunächst zur Stromerzeugung genutzt, danach fließt es zur Energiezentrale, wo sich die Wärmetauscher des Rogner Bad Blumau befinden, anschließend fließt das Wasser weiter zur Bohrung, wo es wieder in die Erde injiziert wird.

Das Wasser sorgt hier also nicht nur für Entspannung, sondern arbeitet nebenbei auch noch. Daran kann ich mir ein Beispiel nehmen.

WEITLÄUFIGKEIT – WER SICH VERLÄUFT, FINDET MEISTENS ETWAS SCHÖNES

So besonders die Wasserwelten sind: Das Rogner Bad Blumau nur auf seine Becken zu reduzieren, wäre ungefähr so, als würde man bei einem Eisbecher nur die Waffel bewerten (dazu komme ich übrigens später noch). Die gesamte Anlage umfasst rund 420.000 Quadratmeter. Dazu kommen mehr als 20.000 Quadratmeter Liegeflächen im Freien, Spazierwege, Gärten und jede Menge versteckte Rückzugsorte. 

Begebt euch auf eine bunte Entdeckungsreise. Es lohnt sich ein Spaziergang durch das Hügelwiesenland zu unternehmen und vertraut mir, ihr findet genug Orte, um zur Ruhe zu kommen – einer schöner als der andere. 

Und genau das mache ich auch. Ich lasse meine Liege hinter mir zurück und begebe mich weiter auf Entdeckungsreise. Dabei komme ich bei mehr als 300 Lebensbundbäume vorbei. Jeder einzelne Baum wurde von einem Brautpaar selbst gepflanzt, das im Rogner Bad Blumau seinen besonderen Tag gefeiert hat und trägt bis heute die Namen zweier Menschen (z.B.: "Thomas & Anna"). Auch wenn keine neuen Lebensbundbäume mehr gepflanzt werden, erzählen diese Bäume weiterhin ihre ganz persönlichen Geschichten. Eine schöne Geste.

BUNTE ENTDECKUNGSREISE – VON KRAFTPLÄTZEN BIS ROMANTISCHEN GÄRTEN

Wer noch weitergeht, findet den Geomantischen Pfad. Auf dem Gelände sind 20 besondere Steine verteilt, die verschiedene Kraftzentren wie das „Herzzentrum“ oder das „Reinigungszentrum“ markieren. Sie sind gezielt auf speziellen Kraftpunkten platziert und glaubt mir, es lohnt sich, einige davon aufzusuchen.

Ebenfalls einen Abstecher wert ist ROGNERS Arche Noah Raritätengarten. Statt einer riesigen Holzarche warten dort rund 200 Bäume mit etwa 80 gefährdeten Obstsorten auf mich. Der Garten soll dazu beitragen, alte Sorten zu erhalten. Der Hintergedanke gefällt mir sehr gut und ich verbringe deutlich mehr Zeit hier als geplant. 

Auch außerhalb der Anlage geht die Entdeckungsreise weiter. Ein Spaziergang in den Ortskern führt zum neu gestalteten Platz der Visionäre mit den Bronzefiguren von KR Robert Rogner und Friedensreich Hundertwasser. Hier wird sichtbar, wie stark die beiden den gesamten Ort geprägt haben.

Hier findet ihr die Erlebniskarte mit weiteren besonderen Plätzen am gesamten Areal.

KULINARIK – WASSER MACHT OFFENBAR HUNGRIG

Nach mehreren Becken und einigen Kilometern durch die Anlage kommt vor allem ein Gefühl immer stärker hervor: der Hunger. Zum Glück muss ich dafür nicht einmal den Bademantel ausziehen. 

Im Sommer ist ROGNERS Food Truck in der Vulkania® Badelandschaft unterwegs und serviert leichte, regionale Schmankerl. Streetfood mitten in der Therme klingt zunächst ungewöhnlich, funktioniert aber sehr gut. Empfehlenswert sind im Sommer auch fruchtige Sorbets, ausgefallene Eiskreationen und Softeis aus ROGNERS Bio Eismanufaktur. Natürlich muss ich das probieren – für Recherchezwecke natürlich.

Wer den Tag am Pool gerne auch mit einem Drink verbringt, findet an der Vulkania® Cocktailbar bei passendem Wetter Cocktails direkt am Wasser. Und irgendwie schließt sich hier der Kreis: Erst taucht man ins Heilwasser ein, danach beobachtet man es mit einem kalten Drink aus der Ferne. Ich finde: Beides hat seinen Reiz. 

FAZIT – ALLES GESEHEN, ODER DOCH NICHT?

Das Rogner Bad Blumau fühlt sich auch bei meinem zweiten Besuch wie ein neuer Ort an. Die Anlage ist einfach so weitläufig, verspielt und voll mit kleinen Plätzen, die man bei einem Besuch nicht alle auf einmal entdecken kann. 

Das Wasser zieht sich dabei wie ein „blauer“ Faden durch das Areal. Rundherum warten Lebensbundbäume, Kraftplätze, seltene Obstsorten, Kunst und Spazierwege, wohin das Auge reicht. 

Mein Learning diesmal: Im Rogner Bad Blumau sollte man keinen strikten Plan verfolgen. Einfach treiben lassen, gelegentlich falsch abbiegen und schauen, wo man herauskommt. Meistens wartet dort ohnehin Wasser, Kunst, Natur oder ein gutes Eis. Und mit allen vier Möglichkeiten kann ich ziemlich gut leben. 

Ob ich jetzt nach meinem zweiten Besuch alles gesehen habe? Vermutlich nicht. Ihr dürft euch also mit ziemlicher Sicherheit auf einen weiteren Entdeckungs-Artikel aus Bad Blumau in Zukunft freuen. Bis dahin, entspannte Grüße.
Na? Lust auf Wellness bekommen?
Dann check dir jetzt eine Wellness-Oase auf Thermencheck.com und hol dir deine WellCard, gültig in mehr als 700 Wellnessbetrieben!
WellCard online kaufen
Über den Autor
Thomas Golavcnik
Thomas liebt es für euch Außen- und Innenbecken zu checken! Er kommt nicht nur in der Sauna ins Schwitzen, sondern auch auf den heimischen Fußballplätzen. Nach dem Match braucht er dann genau drei Dinge – eine gute Massage gegen den Muskelkater, eine nasse Abkühlung und auch gerne mal ein kaltes Bier. Und wo bekommt man das am besten? In Österreichs Thermenlandschaften - wo er für euch die heißesten Tipps und Tricks sammelt. 
AktuellesFreizeitWellness
Ähnliche Blogbeiträge
Wellness entdecken
Die schönsten Thermen & Wellnesshotels
für Urlaub, Erholung und Entspannung
Urlaub
Tagesaufenthalt
Schließen